„Logbuch Nr. 1 der „Frijte“ 2. Oktober 2005″

Die erste Nacht an Bord haben alle wider erwarten super geschlafen. Breezy und Chester sind irgendwann in der Nacht in unsere Kajüte geschlichen – allerdings auf ihre Kuschelkissen.

Der erste Blick am Morgen aus unserem Fenster war schon ein Traum. Es kam sofort Urlaubsstimmung auf.

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Sonnenaufgang in „Warten“

Ich hätte noch lange so liegen bleiben können um den Anblick zu genießen, aber Breezy und Chester hatten es ganz eilig an Land zu kommen.

Also ab unter die Dusche, rein in die Klamotten und erst einmal mit den Hunden die Gegend inspizieren. Das holländische Friesland ist wirklich ideal um mit Hunden Urlaub zu machen.

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Felder und Wiesen so weit das Auge reicht. Somit konnten wir unsere beiden BC’s auch ohne Bedenken frei laufen lassen. Das nutzten die Beiden auch aus, es wurde getobt, was das Zeug hielt.

Wieder zurück an Bord wurde erst einmal in aller Ruhe gefrühstückt, ehe der große Moment kam.

Als einziger an Bord mit einem Bootsführerschein hatte ich ab jetzt das „Sagen“, ich war der Kapitän. So hatte ich es damals zumindest für meine Bootsführerscheinprüfung gelernt.

Aber wie so oft sah die Realität an Bord ganz anders aus.

Statt des kurzen Befehls: „Leinen los“ entschied ich mich bei meinen drei Frauen doch lieber für die höfliche Form. In etwa so:

„Würdet ihr bitte die Leinen lösen, dann kommen wir nämlich besser vom Steg weg, danke.“

Aber das kam auch nicht so ganz gut an. a_smile_71

Gleich nach der ersten Kurve dann auch schon eine Herausforderung – eine Klappbrücke. Die hatte es aber auch in sich. Das Boot wie gesagt 4m breit, die Brückendurchfahrt 5,8m. Hört sich nach viel Luft an, ist es aber auf dem Wasser nicht. Schon gar nicht wenn man jedes Jahr nur einmal für eine Woche mit einem Boot fährt.

Erst einmal das Hupzeichen geben, in der Hoffnung der Brückenwärter hört uns auch. Langsam hob sich die Brücke und wir konnten ganz vorsichtig und Schweiß gebadet (ich zumindest) die erste Brücke passieren. Allerdings kam da noch die Angel mit dem Holzschuh, den der Brückenwärter uns vor die Nase hielt. Damit wird in Holland der „Brückenzoll“ kassiert, denn nicht alle beweglichen Brücken sind kostenfrei zu durchfahren.

Von da an hatten wir erst einmal lange freie Fahrt durch den „Princess Margret Kanal“, ehe wir am frühen Nachmittag an einer der der zahlreichen Inseln anlegten. Endlich konnten Breezy und Chester wieder einmal so richtig abtoben.

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Da man von Inseln bekanntlich nicht so ohne weiteres weglaufen kann, ist es auch wieder ideal für Hunde. Die Beiden konnten dort alles nach Herzenslust erkunden, ohne dass wir ständig aufpassen mussten.

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Ganz schön anstrengend so ein „Inselaufenthalt“

Nachdem wir „Zweibeiner“ unseren Kaffee und die Ruhe genossen hatten und unsere beiden „Vierbeiner“ sich freiwillig hinlegten, konnten wir zu unserem ersten Etappenziel nach „Jirnsum“ weiter fahren. Ein Ort, den man außer mit dem Boot wahrscheinlich sonst nie zu Gesicht bekommen würde. Allerdings ein idealer Ort, wenn man im Urlaub Ruhe genießen möchte.

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Schnell ging dann auch der zweite Tag an Bord der „Frijte“ zu Ende.

Breezy und Chester hatten sich mittlerweile an das „Bordleben“ gewöhnt. Sie unternahmen auch keinen Versuch mehr die steile Treppe zur Kajüte alleine runter oder rauf zu laufen. Sie warteten jedes Mal, bis sie von einem von uns getragen wurden.

Weiter geht’s in Kürze im Teil 3:

„Logbuch Nr. 1 der „Frijte“ 3. Oktober 2005″