„Urlaubsabenteuer“ im Emsland                                                   29. Aug. 2006

Nach fast einem Jahr ohne einen freien Tag war es endlich soweit – 3 Wochen Urlaub.

Wie ein kleiner Schuljunge schmiss ich meine Tasche nach dem letzten Arbeitstag in die Ecke.

Noch vier Tage, dann geht es ab in unser Ferienhaus im Emsland. Die paar Tage gingen auch ziemlich schnell vorbei, da man ja einiges zu Hause erledigen musste, was das ganze Jahr über liegen geblieben war.

Endlich ging es los. Dachbox aufs Auto, Koffer in den Wagen geschmissen, Chester und Breezy in ihre Boxen im Kofferraum und ab auf die A 31 Richtung Norden.

Nach gut 200 km sind wir bei herrlichem Wetter an unserem Ziel im Emsland angekommen.

Bis dahin kannten wir „unser“ Haus nur aus dem Internet. Was sich uns dann vor Ort bot – ein Traum.

2000 m² eingezäuntes Grundstück, absolut ruhige Lage und hinter unserem Grundstück nur noch die „Sagter Ems“ und jede Menge Wiesen – ideal für den Urlaub mit unseren beiden Hunden.

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Unser Ferienhaus – das Gelände voll eingezäunt, riesiger Teich, Gartenhaus und überdachte Terrasse.

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Ein Blick über den Teich in die andere Richtung – Ein Traum – oder??

Jeder von uns genoss diese ersten zwei Tage auf seine eigene Art und Weise.

 

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Carolin die Sonne genoss die Sonne.

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Irene beobachtete den ganzen Tag über meine Aktivitäten mit unseren beiden Hunden.

Hier war sie sichtlich überrascht,…

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dass ich bei meinem Wettlauf mit Chester und Breezy um den Teich die Beiden schon wieder überrundet hatte.

 

Natürlich war in „unserem“ Teich auch jede Menge Leben.

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Am ersten Abend mussten Breezy und Chester bei der Fütterung der Fische noch festgehalten werden.

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Doch Breezy hatte weiter kein  Interresse an dem Treiben im Wasser.

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Bei Chester sah die Sache schon anders aus. Beim Anblick dieses Prachtkerls war es um ihn geschehen.

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Nachdem er „Kuno den Killerkarpfen“ gesehen hatte, brauchten wir ihn eigentlich nicht mehr suchen. Er stand entweder hier…

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oder hier

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oder – wenn lange kein Karpfen mehr zu sehen war – lag er hier und beobachtete die Wasseroberfläche.

Dann kam der Sonntag.

Carolin fuhr wieder nach Hause, da sie am Montag arbeiten musste. Mit Ihr verabschiedete sich allerdings auch das schöne Wetter. – Danach sah es so aus.

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Dauerregen und „Starkwind“ am Sonntag

Am Montag wurden wir durch ein merkwürdiges, gurgelndes Geräusch geweckt. Zunächst konnten wir es nicht zuordnen, bis einer von uns das Bad benutzen wollte. Waschbecken und Dusche waren zur Hälfte mit einer „nicht ganz ansehnlichen Flüssigkeit“ gefüllt und blubberten vor sich hin. Auch der Wasserstand in der Toilette stand nicht gerade auf „Normal Null“.

Also, benutzen konnte man da nichts. 010105-2

Unser Vermieter beruhigte uns aber am Telefon: „Wenn der Regen nachlässt, funktionieren auch die Pumpen an der Pumpstation wieder, dann läuft das Wasser schon ab“. Schließlich seien in der Nacht fast 50 l Regenwasser auf den m² gefallen.

Na ja, also mussten unsere Hunde und wir erst einmal „Gassi“ gehen. 020105-4

Sicherheitshalber haben wir uns aus dem Supermarkt jede Menge „Rohr frei“ besorgt und in den Abflüssen im Bad versenkt. Irgendwann am Mittag funktionierte plötzlich wieder alles.

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Allerdings wettermäßig sah es weiter so aus

Aber es sollte noch dicker kommen.

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Der Dienstag und Mittwoch, wie sollte es auch anders sein, sah dann so aus.

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Diese Tage wurden eben so verbracht.

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Lass mich schlafen.

Am Donnerstag wollten wir unseren Augen nicht trauen. Die Sonne schien!!! Es sah aus, als ob wir heute wieder draußen etwas unternehmen konnten. Nach einem ausgiebigen Spaziergang mit Breezy und Chester wollten wir dann den Tag in aller Ruhe im Garten verbringen.

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Einfach die Ruhe genießen.

Doch plötzlich hörten wir ganz merkwürdige Geräusche. Irene schaute mich nur fragend an. Mein Kommentar in diesem Moment: „Ich hoffe nicht, es ist das wofür ich es halte.“ Ich kannte dieses Geräusch von Großbaustellen, auf denen Erdarbeiten durchgeführt werden. – Ich sollte recht behalten.

Zuerst sahen wir nur den Ausleger, dann polterte der Rest hinterher. Ein riesiger Kettenbagger rumpelte hinter unserem Grundstück über den Damm. Jeder der schon einmal in einem Moorgebiet war, weiß wie bei dieser Bodenbeschaffenheit Vibrationen übertragen werden.

Nicht genug – dieses „Ungetüm“ fuhr auch noch auf unser direktes Nachbargrundstück. In einem Abstand von gut 2 Metern holperte der Bagger hinter unserer Gartenhütte her.

Man glaubt nicht, was Hütten und Häuser so alles aushalten können. Es gab kein Bauteil am Haus und an der Hütte das richtig befestigt schien. Es bewegte sich einfach alles. Alle Teller, Tassen und Gläser klapperten in den Schränken. Aber – man glaubt es kaum – nichts ging zu Bruch.

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Direkt hinter unserer Hütte fing er an zu baggern. Da wollten wir aus Sicherheitsgründen auch nicht mehr sitzen.

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Nicht gerade glücklich sahen unsere beiden Border Collies aus.

Gebaggert wurde bis am späten Freitag Nachmittag. Fast zwei Tage!!

 

Dann war wieder Ruhe!!!!!   067DC4-1

 

Das war auch gut so, denn für diesen Abend hatten wir uns Besuch eingeladen. Helma und Fritz Behle, zwei gute Bekannte, bei denen wir eigentlich sonst immer unseren Urlaub im Emsland verbracht haben. Bis zu einem gewissen Zeitpunkt ein richtig schöner Grillabend, der für einiges entschädigte, was bis dahin vorgefallen war.

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Experten am Grill

 

Leider endete dieser Abend auch nicht so wie vorgesehen. Irgendwann am späten Abend erwischte mich ein ziemlich heftiger Magen- und Darmvirus.

Das war dann letztendlich des Guten zu viel. Am nächsten Nachmittag packten wir unsere sieben Sachen und fuhren Richtung Heimat. Nicht allerdings, ohne vorher den Wagen reparieren zu lassen, da die Hinterradbremse festgefressen war.

Trotzdem werden wir im nächsten Jahr wohl wieder ins Emsland fahren – wir haben dort auch schon sehr schöne Urlaube verbracht.